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Gartenbastelei

Da hat es sich letzte Woche ja glatt nach Sommer angefühlt, und schon juckte es in meinen Fingern was Schönes für den Garten zu basteln. Rausgekommen ist dieses Flatterband IMG_20160513_165246zwischen zwei Bäumen, das  so einfach ist, dass ich mich gar nicht traue, hier eine genaue Anleitung zu posten. (Also Stoffstreifen an Schnüre knoten traue ich echt jedem zu.)
Nebenbei entstanden aber noch andere schöne Sachen, zum Beispiel ein vom Löffelkind für Löffelchens Puppe geschneidertes Kleid:
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Und dann gleich noch eine Recyclingbastelei: Puppenschaukel aus altem Pflanztray, auch sehr einfach:

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Aber mein liebstes und Schönstes ist vielleicht doch eine Anleitung wert:
Das Oma-Gardinenzelt!Unser Gartenhaus hatte noch so eine wundervolle alte Gardine (und diese Dinger verdienen echt den Namen Gardine!) am Fenster hängen, und die haben wir gleich mal abgemacht. Sie ist so wundervoll lang, dass sie über eine Schnur gehängt und mit Steinen beschwert ein großartiges Prinzessinnenzelt ergibt.
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Die alten Kindervorhänge werden an den Seiten befestigt und das Ganze mit Wäscheklammern oder Gartenklammern befestigt.
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Löffelkind hat gleich eine Teppich-Decke und die Sitzgruppe angeschleppt und los ging das königliche Speisen!  IMG_20160510_181018
Wunderbar ist auch der Ausblick nach Oben, sehr entspannsam.
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kindgerechte Ordnung

So schwer ist es nicht. Es sollte nur möglichst einfach sein. Wir haben manche Dinge in Kisten, zum Beispiel alle Sachen zum Kneten. Oder alle Bausteine, alle kleinen Bälle. Andere Dinge sammeln sich in bestimmten Schubladen Verkleidungsschublade, Musikschublade, Kramschublade, Duploschublade. Die Kinderküche hat ein eigenes kleines Regal mit Türen, das ist Geschirr- und gleichzeitig Kühlschrank. Die Bücher, die sich Löffelchen gerne ansieht, sind in einer Kiste im Wohnzimmer. Alle anderen im Bücherregal.

Löffelkind hat einen Schreibtisch im Wohnzimmer für Mal- und Bastelarbeiten. Der ist allerdings eine stetige Quelle von mütterlichem Ärger, weil er nicht aufgeräumt ist…. Da gibts dann Gläser mit Stiften und so. Kleber, Filzstifte, Scheren, Wachsmaler  etc. sind mittlerweile aus Sicherheitsgründen in Schubladen versteckt, sonst ist hier bald alles bunt. (Beim zweiten Kind ist es übrigens deutlich schwerer, Boden, Wände, Bücher und Gitarrenkoffer von ungewollten Kinderzeichnungen frei zu halten…).

Löffelkind hat noch einen Setzkasten im Zimmer, der immer gern mal mit diversem Kleinkram umdekoriert wird. Für manche Dinge eignen sich offene Regale, die schnell ein- und ausgeräumt sind, so z.B. für das Kleinkindspielzeug im Wohnzimmer:

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Im Mädchenzimmer helfen auch Fotos, alles wieder da hin zu tun, wo es vorher war: ordnung1

(Schlechtes Foto, ich weiß…)

Aber am wichtigsten ist das: Nerven behalten, Chaos kommt und geht. Das ist normal.

Ordnung schaffen, Ordnung halten

Aufräumen. Eine furchtbare Aufgabe! Das konnte ich schon als Kind nicht leiden. Lange habe ich mich gefragt, warum es in Kindergären immer so schön aufgeräumt aussieht. Da spielen doch auch Kinder. Und, das ist allgemein bekannt, Kinder sind die besten Freunde der Entropie.

Jetzt, nach fast einem Jahr im Kindergarten, kenne ich die drei Ordnungsgeheimnisse! Das erste ist, dass im Kindergarten ständig Erwachsene bereit stehen, die darauf achten, dass die kleinen Entropisten erst wegräumen, was sie aufgebaut haben, bevor sie sich was neues rausholen. Das ist in Familien anders. Da hat man nämlich nicht immer ein Auge auf die Kinder. Gestern haben das Löffelkind und ein Besuchskind es sogar geschafft, eine komplette Feenhöhle unter dem Esstisch anzulegen, ohne dass ich das gemerkt hätte!
Zweites Geheimnis: Ordnungssysteme, die die Kinder kennen und überschauen können, dazu später mehr. Drittes Geheimnis: Rhythmisierte Aufräumzeiten. Genau wie es routinemäßige Wickelzeiten gibt, wird auch zu bestimmten Zeiten einfach mal alles aufgeräumt. Vor dem Essen beispielsweise. Dadurch nimmt das Chaos nie so überhand wie in einer Familienwohnung, wo die Kinder einfach einen Platz vollspielen, um sich dann zum nächsten freien Fleck zu begeben.  Ungestört wiederholen sie diese Vorgehensweise, bis der gesamte Wohnungsboden gleichmäßig von Spielzeug übersät ist.
Das ist etwas, das sich auch in der Familie umsetzen lässt. In der Löffelwohnung gilt mittlerweile das ungeschriebene Gesetz, dass das Löffelkind den Löffelzimmerboden vor den abendlichen Ritualen und Abläufen weitgehend von Spielzeug befreit. An Wochenenden wird auch zwischendurch mal was weggeräumt, zum Beispiel der Duplo-Zug, bevor das Playmo-Haus rausgekramt werden kann. Löffelchens Unordnung beseitigen noch größtenteils die Erwachsenen, da sie aber das Prinzip „aufräumen“ kennt nutzen wir schamlos aus, dass MITHELFEN und EINRÄUMEN im Kleinkindalter wichtig sind. Dadurch hoffe ich, dass sich das Aufräumen beim Löffelchen gleich einprägt, das Löffelkind hat nämlich ganz schön lange gebraucht, bis sie die ewige Aufräumerei akzeptierte.

Was die Eltern akzeptieren müssen ist, dass Kinder lernen müssen, wie aufräumen geht. Kinder müssen den dafür nötigen Überblick und das planvolle handeln erst erlernen. Deshalb verspielen sie sich so häufig beim Aufräumen. Schwer ist das, die schönen Spielsachen in der Hand zu halten und gleich wieder weglegen zu müssen. Schwer ist das, bei jedem Teil zu überlegen, wo es hingehört. Eine ganz große Hilfe ist das ein sinnvolles Ordnungssystem, dazu morgen mehr. Von der Vorstellung eines allein aufräumenden Kindes muss man sich verabschieden. Wir helfen fast immer. Wir machen fast immer das Meiste dabei. Wir müssen fast immer ganz viel dabei sagen, wo was hingehört. Aber wir machen es nicht mehr alleine.

Der SELBER-BACK-KUCHEN

Das hat ja lange gedauert! Wollte ich den Kuchen nicht schon im Sommer einstellen? Naja, jetzt ist es soweit: diesen Kuchen können Kinder (und auch alle, die sonst nicht backen können) ganz einfach selber machen. Es empfiehlt sich die Fotos auszudrucken, die Zutaten zu besprechen und das Ganze vielleicht ein oder zweimal gemeinsam zu machen. Dann klappts auch bald allein.

Los geht’s:

trockene Zutaten in einer Schüssel mischen:

mehl

3 Tassen Mehl

zk

2 Tassen Zucker

bkplv

1 Esslöffel Backpulver

vzk

ein Vanillezucker

 

alles Andere dazutun und immer RÜHREN

eier

4 Eier

oel

1 Tasse Öl

apfel

1 Tasse Apfelschorle

 

gut verrührt auf ein Backblech mit Backpapier streichen, dann ca 20-30 Minuten bei 180 Grad Umluft backen. Es funktioniert auch in der Kuchenform (Springform oder Kranzform oder sonstwas), dann dauert es länger, es empfiehlt sich eine Stäbchenprobe.

Lecker ist ein Zitronenguss (Puderzucker + Zitronensaft + ev. Lebensmittelfarbe) oder mit Marmelade einstreichen und eine Schokoglasur drauftun.

Ich habe den Kuchen mittlerweile schon oft mit Kindern gebacken, einzeln und in Gruppen. Es funktioniert immer. Im schlimmsten Fall hat man am Ende Mehlbrösel drin, aber schmecken tuts eigentlich immer!

 

ein Plädoyer für Wolle/Seide

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das wollte ich schon lange mal loswerden. Ich liebe Wolle-Seide Unterwäsche für die Kinder. Es gibt nichts tolleres. Für das Löffelchen habe ich Langarmbodies und für das Löffelkind langarmige Unterhemden. Jeweils zwei Stück in jeder Größe. Mehr braucht man nicht. Die sind aus kontrolliert biologischem Tierbestand und werden in Deutschland genäht (da und da). Somit der Inbegriff des Öko.
Aber das macht nichts, denn sie sind toll. 70%Wolle 30%Seide sorgen dafür, dass es nie zu kalt und selten zu warm ist. Damit sind die Kids im Herbst und Winter immer richtig angezogen. Das Löffelchen hat sogar noch eine lange Unterhose für wenns ganz kalt ist oder keine Strumpfhose gewaschen.Denn richtig großartig ist, dass sie durch einen Restgehalt an Lanolin nicht anfangen zu müffeln und daher nur selten gewaschen werden müssen. Man lüftet sie bloß aus. Deshalb auch immer zwei Stück. Einen am Kind, einen zum Lüften. Die Wäsche, die man sich spart rechtfertigt auch den Aufwand, sie dann und wann mit der Hand zu waschen (denn das ist der einzige Nachteil).
Ich find sie einfach toll.
Heute hatte ich doch glatt schon die Erwachsenenversion für mich in der Hand, aber da warte ich noch auf einen besseren Kontostand. :ö)

Stillkissen? Stillkissen!

Was soll das denn sein? Was es nicht alles gibt… Das waren so meine ersten Gedanken zum Thema Stillkissen. Ist aber echt gemütlich so ein Ding. Nachts für mich übrigens schon im ersten Drittel der Schwangerschaften ein unverzichtbarer Begleiter. Kann man gut den Bauch mit abstützen, die Beine hochlegen oder den Oberkörper bei Sodbrennen. Ach so, als Unterlage fürs Kind beim Stillen geht’s natürlich auch. Hab ich aber immer nur ein paar Wochen benutzt, mich dann irgendwie anders an mir selber abgestützt.

Überlege, wie du Wickeln möchtest

Dieses Thema ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Und ich gebe zu, da missioniere ich auch gern ein bisschen. Das Löffelkind wurde ganz klassisch in Wegwerfwindeln gewickelt. Wir haben wegen wundem Po kurz mit Mullwindeln experimentiert, aber da war sie eingentlich schon zu groß für diese Wickelart. Ich wollte mich damals gern mal mit Stoffwindeln auseinandersetzen, habs aber nicht vor der Geburt getan und danach keine Zeit und keinen Nerv mehr dafür gehabt.

Wieder war ich beim Löffelchen schlauer. Ich hab mich informiert, und auch schon was besorgt und später nochmal was nachgekauft. Und so hat sie in 7 Monaten Leben erst zwei Packungen Wegwerfwindeln verbraucht.

Ökobilanz hin oder her, ich hab insgesamt ein besseres Gefühl dabei. Punkt. Dazu kann man noch sagen, dass Stoffies mittlerweile an Komfort deutlich gewonnen haben. Da ist nichts mehr mit dem großen Windeltopf der auf dem Herd auskocht. Gewaschen wird meist bei 40 °C in der Waschmaschine. Sie sind bunt oder sogar mit Muster bedruckt und sehen nicht viel anders aus als Pampers. Mir fällt es leichter, alle zwei Tage eine Waschmaschine anzustellen und dann die Windeln aufzuhängen als jede Woche daran zu denken neue Windeln anzuschleppen, hochzutragen und voll wieder runterzubringen. Und: es riecht in der Windel zwar sehr nach Tigerkäfig, doch eine vollgepieselte Wegwerfwindel riecht für mich mit all den Duftstoffen mittlerweile unangenehmer. Ich kann nur sagen: Ich bin zufrieden mit der Entscheidung. Und ich freue mich, dass ich immer mehr Menschen treffe, die auch mit Stoff wickeln. Vielleicht kommen ja noch mehr dazu?