Archiv für den Monat: Mai 2016

frauloeffel

19. Mai 2016

Auch doof: Immer nur genau so lange zu Hause sein, dass die Wohnung gleichmäßig verwüstet ist.

Gartenbastelei

Da hat es sich letzte Woche ja glatt nach Sommer angefühlt, und schon juckte es in meinen Fingern was Schönes für den Garten zu basteln. Rausgekommen ist dieses Flatterband IMG_20160513_165246zwischen zwei Bäumen, das  so einfach ist, dass ich mich gar nicht traue, hier eine genaue Anleitung zu posten. (Also Stoffstreifen an Schnüre knoten traue ich echt jedem zu.)
Nebenbei entstanden aber noch andere schöne Sachen, zum Beispiel ein vom Löffelkind für Löffelchens Puppe geschneidertes Kleid:
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Und dann gleich noch eine Recyclingbastelei: Puppenschaukel aus altem Pflanztray, auch sehr einfach:

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Aber mein liebstes und Schönstes ist vielleicht doch eine Anleitung wert:
Das Oma-Gardinenzelt!Unser Gartenhaus hatte noch so eine wundervolle alte Gardine (und diese Dinger verdienen echt den Namen Gardine!) am Fenster hängen, und die haben wir gleich mal abgemacht. Sie ist so wundervoll lang, dass sie über eine Schnur gehängt und mit Steinen beschwert ein großartiges Prinzessinnenzelt ergibt.
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Die alten Kindervorhänge werden an den Seiten befestigt und das Ganze mit Wäscheklammern oder Gartenklammern befestigt.
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Löffelkind hat gleich eine Teppich-Decke und die Sitzgruppe angeschleppt und los ging das königliche Speisen!  IMG_20160510_181018
Wunderbar ist auch der Ausblick nach Oben, sehr entspannsam.
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Wir sind dann mal im Garten

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Die Löffels haben sich erweitert! Wir haben einen Schrebergarten! Ha! Endlich Oberspießer! Aber es macht uns Freude und die Löffelkinder lieben es. Hier gleich mal ein Projekt: Auf einer bereits angelegten kreisrunden Fläche (da stand bisher immer der Pool) versuchen wir ein Erbsenzelt wachsen zu lassen. Mal sehen, wie das wird!

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sich ähnlich sein

Was aber traurig ist am Älter werden, ist das: Mein Löffelkind ist mir ziemlich ähnlich. Ich beobachte an ihr Verhaltensweisen, Muster und sogar Körperhaltungen, die ich von mir kenne. Ich hatte schon Zeit mit diesen Dingen zurecht zu kommen, sie noch nicht. Ich werde ihr wohl dabei zusehen müssen, wie sie vieles aus eigener Erfahrung lernt, das ich schon hinter mir habe und ich kann ihr kaum Abkürzungen zeigen, denn das muss sie selber schaffen.

Wie ich das meine? Ok, ein Beispiel: Das verrückte Labyrinth
Ein wunderbares Gesellschaftsspiel, das ich schon als Kind selber gern gespielt hat und das es (ja genau exakt dasselbe!) vom Dachboden meiner Eltern in Österreich bis in die deutsche Großstadt geschafft hat. Ein paar Wochen lang spielte das Löffelkind es am allerliebsten. Jeden Tag. Und ich mit ihr. Aber so einfach und schön das klingt, so einfach ist es aber doch nicht. Denn nachdem ich das Spiel ja nun schon eine Weile spiele, hab ich dafür auch Strategien im Kopf. Und das Löffelkind nicht. Dadurch braucht es vieel länger als notwendig, um zu den richtigen Punkten im Spiel zu kommen (man muss sich da einen Weg durchs Labyrinth bahnen, um Schätze einzusammeln und dafür muss man Kärtchen verschieben, was eine gewisse Übung der Vorstellungskraft braucht). Nach ein paar Tagen merkte ich dann, dass sie oft ganz kompliziert schob, und dadurch viel langsamer war als ich. Sie beschwerte sich auch zunehmend darüber, dass sie nie gewann. Ich beobachtete ihr Spielverhalten und zog meine Schlüsse, ich spielte selber extra kompliziert, um nicht zu einfach zu gewinnen und manchmal zeigte ich ihr sogar meine Strategien.
Aber es sind ja meine Strategien, die sie sich noch nicht erarbeitet hat und daher nicht behalten kann. Um ehrlich zu sein: Das hat mich manchmal ganz schön Geduld gekostet, ihr dabei zuzusehen. Manchmal ist Lernen halt genauso schwer, wie das dabei zu gucken.

Bei Wutausbrüchen ist das ähnlich. Damit hat das Löffelkind auch zu kämpfen. Ziemlich lautstark leider. Ich kann mich an eigene kindliche Wutausbrüche erinnern. Gelegentlich bricht mein Wut-Vulkan immer noch aus, aber seltener (und ich bilde mir ein kontrollierter, haha). Ich kann mit ihr darüber sprechen, aber die Strategien, um mit ihrer Wut zurecht zu kommen, muss sie selbst entwickeln. Und mir bleibt nichts anderes übrig als Auszuhalten, Festzuhalten und sie lernen zu lassen. Und das fällt mir schwer.