Archiv für den Monat: Oktober 2014

das Lernen zulassen

Beim Nachdenken über die Sache mit dem Backen und warum ich mich dabei so entspannen muss, ist mir aufgefallen, dass ich mich noch an anderen Stellen entspannen muss, um den gewünschten Effekt eintreten zu lassen.
Das kann eine kleine Geste sein, wie zum Beispiel die Tasse des Löffelchens nicht mehr für sie zu halten, weil sie sonst nicht ganz alleine trinken kann (was sie erstaunlich schnell gelernt hat, seit ich da losgelassen habe) oder eine große Überwindung, wie das Löffelkind in der Unterhose zur Kita zu bringen, weil es wieder getrödelt hat. Besonders wichtig aber eben beim Backen. Wenn ich da kommentierend daneben stehe lernt das Löffelkind eher, dass Mama alles besser weiß, als wie man das Mehl möglichst kleckerfrei in den Kuchen kriegt. (Ich weiß, die Backanleitung fehlt noch).
Manchmal ist Erziehung halt auch: Augen zu und durchatmen. Die Kinder machen das schon.

ein Plädoyer für Wolle/Seide

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das wollte ich schon lange mal loswerden. Ich liebe Wolle-Seide Unterwäsche für die Kinder. Es gibt nichts tolleres. Für das Löffelchen habe ich Langarmbodies und für das Löffelkind langarmige Unterhemden. Jeweils zwei Stück in jeder Größe. Mehr braucht man nicht. Die sind aus kontrolliert biologischem Tierbestand und werden in Deutschland genäht (da und da). Somit der Inbegriff des Öko.
Aber das macht nichts, denn sie sind toll. 70%Wolle 30%Seide sorgen dafür, dass es nie zu kalt und selten zu warm ist. Damit sind die Kids im Herbst und Winter immer richtig angezogen. Das Löffelchen hat sogar noch eine lange Unterhose für wenns ganz kalt ist oder keine Strumpfhose gewaschen.Denn richtig großartig ist, dass sie durch einen Restgehalt an Lanolin nicht anfangen zu müffeln und daher nur selten gewaschen werden müssen. Man lüftet sie bloß aus. Deshalb auch immer zwei Stück. Einen am Kind, einen zum Lüften. Die Wäsche, die man sich spart rechtfertigt auch den Aufwand, sie dann und wann mit der Hand zu waschen (denn das ist der einzige Nachteil).
Ich find sie einfach toll.
Heute hatte ich doch glatt schon die Erwachsenenversion für mich in der Hand, aber da warte ich noch auf einen besseren Kontostand. :ö)

Warum nicht ganz alleine backen?

Inspiriert vom Franzosenbuch (auch bekannt als die Bibel) habe ich angefangen, das Löffelkind alleine backen zu lassen.
Dazu war vor allem eines notwendig:
Ich musste mich ganz doll entspannen und meinen Anspruch ans fertige Produkt überprüfen. Und siehe da, plötzlich stresst mich das Backen mit Kindern nicht mehr. Auch nicht, wenn 8 Kinder das alles ganz alleine hinkriegen wollen. Schön ist das. Aber von vorne:

Ich hab in meiner Bibel gelesen, dass französische Kinder angeblich schon früh lernen alleine zu backen. Und weil das Löffelkind das gerne tut, dachte ich: ausprobieren kann nicht schaden. Also ging ich auf die Suche nach einem einfachen Kuchenrezept, das ohne wiegen auskommt. Nach einigem Herumprobieren hab ich auch eines gefunden. Mittlerweile wurde es schon ein paar mal gebacken und es hat eigentlich immer funktioniert. Das Ergebnis war nicht nur essbar, sondern wirklich gut. Zur Not hilft aber immer Zitronenglasur oder Schokoglasur, dann kann nichts mehr schiefgehen.
Das Löffelkind backt den Kuchen wirklich alleine, sogar zum Geburtstag ihrer Schwester.
Anleitung mit Fotos folgt.